Osterholz
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WEISSER RING informiert in Heidberg über Opferrechte und Prävention

15.03.2017

Bildurheber: Frank Ramin

v.l. Ingrid Ramin, Georg Maas

WEISSER RING zu Gast in Heidberg

Im Lilienthaler Ortsteil Heidberg beteiligen sich viele Bürger aktiv in der "Dorfgemeinschaft Heidberg-Grasdorf". Der 1. Vorsitzende Joachim Osmer sowie Ingrid Ramin organisieren regelmäßige Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus in der Straße "Alte Reihe".

Ingrid Ramin: "Unsere Nachmittags- und Abendveranstaltungen sind sehr gut besucht. Die Leute können sich austauschen, Neuigkeiten erfahren und am öffentlichen Ortsleben teilhaben. Wir laden auch immer wieder Referenten zu besonderen Problemen ein, die aktuell im Blickpunkt der Bürger sind. Da zur Zeit viele Einbrüche gemeldet werden, haben wir heute den WEISSEN RING Osterholz zum Thema "Prävention und Opferhilfe"  zu Gast."

Georg Maas, ehrenamtlicher Außenstellen-Leiter des WEISSEN RINGS e.V. im Landkreis Osterholz, berichtete in seinem Vortrag zunächst über die Entstehung und die Arbeit des WEISSEN RINGS: "Der ZDF-Journalist Eduard Zimmermann und einige Mitstreiter gründeten 1976 den WEISSEN RING e.V. als bundesweiten Opferhilfeverein. Zimmermann hatte bei der Vorbereitung der XY-Beiträge festgestellt, dass die Opfer von Kriminalität keinerlei Unterstützung in ihrem Leid hatten. Die Vereinsgründung war ein deutliches Signal an die Politik, die Verbesserung der Lage von Kriminalitätsopfern in Gang zu setzen."

Inzwischen gibt es den sog. "Opferanwalt" bei schweren Delikten, das Opferentschädigungsgesetz wurde geschaffen, und seit kurzer Zeit wird auch eine psychosoziale Prozessbegleitung angeboten. Seit 2002 gibt es das "Gewaltschutzgesetz", darin erhält der Opferschutz bei häuslicher Gewalt oder Stalking eine hervorgehobene Rolle. Unter bestimmten Bedingungen können Gerichte und Polizei sehr kurzfristig mit Betretungs- oder Annäherungsverboten reagieren. Aktuell am 10.03.2017 trat eine Gesetzesänderung des Stalkingparagrafen (Nachstellung § 238StGB) in Kraft. Das Opfer erhält im Strafprozess eine deutlich bessere Stellung. Bei den genannten Verbesserungen hat der WEISSE RING aktiv mitwirken können oder wurde im Gesetzgebungsverfahren angehört.

Im Zusammenhang mit den vermehrten Einbrüchen empfahl der Referent eine Kontaktaufnahme mit den Präventionsbeamten des Polizeikommissariats Osterholz.

Georg Maas: "Bei der Polizei gibt es die aktuellsten Hinweise zur Vorbeugung. Neben vielen technischen Sicherungsmöglichkeiten gilt als bester Schutz vor Einbruch immer noch eine gute Nachbarschaft. Auffälligkeiten wie wartende fremde Autos oder fremde Personen in Wohnstraßen sollten umgehend der Polizei gemeldet werden. Bei Abwesenheiten wie Urlaub ist es hilfreich, die Nachbarschaft zu informieren und den Briefkasten leeren zu lassen. Leider sind Einbruchsopfer, neben dem Sachschaden, stark traumatisiert; auch in diesen Fällen kann der Beistand des WEISSEN RINGS in Anspruch genommen werden."

Die Dorfgemeinschaft Heidberg-Grasdorf dankte dem Referenten mit einer großzügigen Spende für die Fortführung der ehrenamtliche Arbeit.

 

Marc Bode, Pressesprecher WEISSER RING, Außenstelle Osterholz

Mandy Brünjes, Internetbeauftragte WEISSER RING, Außenstelle Osterholz